Johann Jakob Kaup, ein großer Forscher

Johann Jakob Kaub

Der Darmstädter Zoologe und Paläontologe Johann Jakob Kaup (1803-1873) hat sich um die Erforschung der Funde aus den Dinotheriensanden besonders verdient gemacht. Von den 25 in Eppelsheim entdeckten Arten ausgestorbener Säugetiere hat Kaup die Meisten beschrieben und bestimmt. Bereits 1829 erfolgte eine Veröffentlichung über den Unterkiefer von Deinotherium giganteum in der Zeitschrift „Isis“. Durch seine wissenschaftlichen Arbeiten und Veröffentlichungen hat Kaup Eppelsheim in aller Welt bekannt gemacht.

Am 20.April 1803 wird Johann Jakob Kaup als Sohn der jungen Darmstädterin Elisabeth Dorothea Göbel und des damaligen Leutnants Heinrich Friedrich von Kaup, Pfarrerssohn aus Ortenberg in Oberhessen, geboren. Schon früh verlässt dieser Kaups Mutter und Johann Jakob wächst in bescheidenen Verhältnissen auf. 1820 stirbt seine Mutter und Kaup steht als Siebzehnjähriger allein und mittellos da und hält sich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser. Ab 1822 studiert er zuerst in Göttingen und ein Jahr später in Heidelberg Zoologie. 1823 zieht es ihn nach Leiden in Holland zum Rijks Museum. Eine Assistentenstelle führt ihn 1825 an das „Großherzogliche Naturalien-Cabinet“ nach Darmstadt. Dort arbeitet er ab 1828 als „provisorischer Gehilfe“ und übernimmt 1830 die Leitung der zoologischen Abteilung. Obwohl seine wirtschaftlichen Verhältnisse durch die schlechte Bezahlung nicht so gut sind, heiratet er 1834 Elise Hauser aus Bessungen. Aus der harmonischen Ehe gehen ein Sohn und vier Töchter hervor.

Viele Ehrungen werden ihm zuteil. Die Universität Gießen verleiht ihm die Ehrendoktorwürde. Viele Akademien und renommierte Gesellschaften auf der ganzen Welt  nehmen Johann Jakob Kaup als Mitglied auf. Mit vielen berühmten Naturforschern seiner Zeit, bei denen er sehr angesehen ist, pflegt er enge Kontakte. Reisen nach Paris und London dienen der Forschung. Großherzog Ludwig III ernennt ihn 1858 zum Professor für Zoologie.

Am 4.Juli 1873 stirbt Johann Jakob Kaup im Alter von 70 Jahren in seiner Heimatstadt Darmstadt.

Ihm zu Ehren erhielt in Neuseeland ein Berg den Namen „Mount Kaup“. Darmstadt ehrte seinen weltberühmten Sohn mit einem Straßennamen. Viel bedeutender jedoch als diese Ehrungen ist das wissenschaftliche Erbe, das die Paläontologen noch bis heute beschäftigt. Eine Schriftenreihe vom Hessischen Landesmuseum Darmstadt trägt als „kaupia“ den Namen des berühmten Naturforschers.